Wir sind MLP

Unsere Aufgaben

Wir, das Team der Abteilung Milchleistungsprüfung, bearbeiten ein vielfältiges Aufgabenfeld. Unsere Aufgaben sind unter anderem:

 

  • Wir sorgen für einen reibungslosen Ablauf in der Datenbereitstellung und –verarbeitung im Auftrag der MLP-Organisationen. Sollte dennoch mal nicht alles nach Plan laufen, lösen wir das Problem schnellstmöglich
  • Bei fehlerhaft erfassten Daten unterstützen wir die Mitarbeiter der MLP- Organisationen bei der Korrektur mit unserer fachlichen Kompetenz
  • Selbstentwickelte Anwendungen zur Datenerfassung bei der Stallkontrolle und im Labor sind die Grundlage für einen optimalen Anschluss  an die vit- Datenbanken
  • Wir bieten Landwirten mehrere Möglichkeiten der Ergebnisrücklieferung, so kann stets die beste Option für den Betrieb ausgewählt werden
  • Wir arbeiten ständig daran, unsere vorhandenen Programme zu verbessern, damit sie noch anwenderfreundlicher werden
  • Anwendungen und Auswertungen für die Nutzer werden stetig durch uns optimiert um Landwirten, Beratern und Verbänden in Zukunft noch mehr Möglichkeiten zu bieten, die Ergebnisse der MLP effektiv zu nutzen
  • Den MLP-Organisationen werden über die Plattform servit alle relevanten Informationen  für ihre Arbeit bereitgestellt
  • Neben vit internen zukunftsweisenden Entwicklungen sind wir bundesweit an mehreren Kooperationsprojekten beteiligt. Ziel dieser Projekte ist es, die Milchviehhaltung in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten, z.B. durch mehr Tierwohl oder  ein besseres Gesundheitsmonitoring

MLP allgemein

Unter der Milchleistungsprüfung versteht man die freiwillige Teilnahme von landwirtschaftlichen Betrieben an der Leistungskontrolle von milchproduzierenden landwirtschaftlichen Nutztieren. Dabei wird regelmäßig die Milchmenge der Tiere festgestellt und die Milchinhaltsstoffe Fett, Eiweiß, somatische Zellen, Harnstoff und Laktose bestimmt.

Grundlagen für die Durchführung der Milchleistungsprüfung sind:

Auf rechtlicher Ebene:

  • auf EU-Ebene die Entscheidung der Kommission 86/130/EWG
  • Tierschutzgesetz und der Verordnung zum Tierzuchtgesetz in Deutschland
  • auf Länderebene die jeweilige Landesverordnung der zuständigen Behörde nach dem Tierzuchtgesetz

Auf fachlicher Ebene:

  • Die Richtlinien und Empfehlungen des Internationalen Komitees für Leistungsprüfungen in der Tierzucht (ICAR)
  • Die nationalen Richtlinien und Empfehlungen von BRS und DLQ
  • Das Standardverfahren der Milchleistungsprüfung sieht vor, dass in einem Prüfungsjahr (1. Oktober bis 30. September) insgesamt 11 Kontrollen durchgeführt werden
  • Der Abstand zwischen den Prüfungen darf nicht weniger als 22 Tage und nicht mehr als 37 Tage betragen, eine Verlängerung auf maximal 75 Tage ist bei Jahresurlaub oder Veterinärrestriktionen erlaubt

Es gibt eine Vielzahl von Prüfverfahren. Im Rahmen der nationalen und internationalen Richtlinien und Empfehlungen bestimmen die MLP-Organisationen selbst über die von ihnen angebotenen Verfahren.

Die Verfahren unterscheiden sich durch:

  • Methode (Wer führt die Prüfung durch? Eigenkontrolle oder Angestellter der MLP-Organisation)
  • Schema (Art der Milchmengenfeststellung und Probenahme)
  • Intervall (Rhythmus der Kontrolltermine)
  • Frequenz (Anzahl der Melkzeiten je Tag im Betrieb)

Mit dem Beginn der Datensammlung z.B. durch die ersten Milchkontrollvereine vor ca. 130 Jahren begann das Zeitalter der systematischen Tierzucht. Für jedes Tier wurden Abstammung, Milchleistung und Gewichtsentwicklung festgehalten. So gab es zum ersten Mal die Möglichkeit, z.B. die Vererbungsleistung der Milchmenge für Bullen zu ermitteln. Durch die elektronische Speicherung dieser Daten im vit ab 1965, wurden weitere Auswertungen möglich. Dies und die Verbreitung der künstlichen Besamung hatten zur Folge, dass weniger Bullen benötigt wurden und eine stärkere Selektion der Tiere anhand der Leistungen der Nachzucht erfolgte. Der Erfolg dieser Maßnahmen war ein deutlicher Zuchtfortschritt.

Auch heute, im Zeitalter der genomischen Zuchtwertschätzung spielen die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung eine große Rolle. Sie tragen Maßgeblich zur Absicherung der Zuchtwerte bei.

Damals wie heute lässt sich also festhalten, ohne Milchleistungsprüfung auch keinen Zuchtfortschritt durch Zuchtwertschätzung.

MLP für den Landwirt

Ohne Milchleistungsprüfung ist eine tiergerechte, ökologische und ökonomische Milchviehhaltung schwierig. Durch die neutrale Datenerfassung und Laboruntersuchung ist die Vergleichbarkeit der betrieblichen Informationen mit anderen Betrieben gewährleistet. Die umfangreichen Auswertungen sind gleichzeitig Grundlage für die züchterische Weiterentwicklung innerhalb des Betriebes und Rückmeldung zur Rationsgestaltung sowie dem Gesundheitsstatus der Herde.

Die spezifischen Auswertungen zur Herdenfruchtbarkeit (BSI, NR90 etc.), zur Eutergesundheit (Zellzahl- und Eutergesundheitsbericht) sowie der Harnstoffbericht (Hinweis auf Energie- und Eiweißversorgung) liefern die Grundlage um die Gesundheit der Herde zu erhalten und zu verbessern.

Durch:

  • angepasste Rationsgestaltung
  • gezieltes Trockenstellermanagement
  • Verbesserung der Melkhygiene
  • bessere Brunstbeobachtung
  • optimierte Haltungsbedingungen

Wenn von seiten des Betriebes eine Einverständniserklärung vorliegt, können die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung zur Verfügung gestellt werden.

  • Das Beraterblatt gibt dem Berater/Tierarzt einen schnellen Überblick über den Status Ihrer Herde
  • die PC- Datenbereitstellung macht Ihre Daten für Beratungssoftware verfügbar
  • Mit einem NETRINDmlp Lesezugriff kann Ihr Berater/Tierarzt jederzeit online auf Ihre Daten zugreifen

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